Erneuerung der hinteren Bremsen

Mal komplett alles neu

Dritter Anlauf. Jetzt muss es klappen. Nachdem wir schon 1 mal wegen einem festen Bremssattel und ein zweites mal wegen einem falschen Bremssattel die Arbeiten einstellen mussten, war heute der große Tag des dritten Versuchs. Alle guten Dinge sind ja bekanntlich 3. Also nix wie das Auto auf die Bühne und los geht´s.
1. Räder runter, 2. Spurplatten runter, 3. Bremssattel runter (13ner Vielzahnnuss notwendig), 4. Fettkappe runter, 5. Sprengring runter (ACHTUNG: Die Steckachse nicht reindrücken. Sonst bekommt man sie nicht mehr so weit raus um beim zusammenbauen, den Sprengring draufzukriegen. Ist uns passiert, weshalb wir dann gleich alles zerlegen mussten, um die Steckachse frei zu bekommen. Lieber ein wenig rausziehen und so lassen), 6. Radmitnehmerscheibe mit 5 Schrauben runter, 7. Radnabenmutter runter (52iger Nuss notwendig), 8. komplette Radlager mit Bremsscheibe runterziehen. Vorsicht, damit das vordere Axiallager nicht rausfliegt. Hinten passiert nix, da dort noch ne Dichtung verbaut ist. Die sollte man gleich mit tauschen. Jetzt hat man alles runter und freut sich, dass es sooooo einfach war. Jetzt muss man vorsichtig die Axiallager von beiden Seiten rausnehmen und schön sauber machen. 9. ABS Ring mit den 5 Schrauben (10ner Schlüssel) ausbauen, 10. Bremsscheibe von Radlager abschrauben (14 Vielzahnnuss notwendig). Natürlich hat mal wieder was gefehlt, weshalb wir wegen der 14ner Vielzahnnuss noch 3 Geschäfte anfahren mussten. So ein Scheiß. Naja. 1 Stunde Verlust. Weiter geht´s. Alles schön sauber machen und die alte Papierdichtung zwischen Radmitnehmer und Radlager mittels Schaber sauber entfernen. Noch ein wenig mit dem Schmirgelpapier, auch am Rand des Radlagers, wo die Bremsscheibe dann drüber kommt nachhelfen, damit alles sauber ist.
War ja einfach könnte man jetzt sagen. Hört sich auch echt nicht spektakulär an, aber das braucht alles seine Zeit bis alles zerlegt und sauber gemacht ist. Der Zusammenbau geht dann relativ fix, wenn wir das Problem mit der Steckachse nicht gehabt hätten. Also nix wie alles wieder runter und die Steckachse ausbauen. Natürlich hab ich die passenden Dichtungen und Achsöl auch schon bestellt gehabt, sodass wir auch da alles schön neu gemacht haben. Man weiß ja nie. Und nochmal ein Risiko eingehen, wollte ich dann doch nicht. Beim Zusammenbau ist wichtig, dass man die Axiallager, welche man ja mit Bremsenreiniger komplett vom alten Fett befreit hat, wieder richtig satt einfettet. Mittels Finger lässt sich das Fett da richtig schön reindrücken, währenddessen man gleichzeitig das Lager dreht. Drehmomente gemäß Werkstatthandbuch beachten damit alles soweit passt. Am Ende die Fettkappe schön voll mit Fett machen und drauf damit. FERTIG.
Alles in allem haben wir Netto 6 Stunden benötigt. Vieleicht geht´s auch schneller, aber mir ist da immer wichtig, dass alles sauber ist und gut gefettet wieder zusammengebaut wird. Schließlich macht man das nicht alle Tage. Vor mir hat noch keiner das alles zerlegt gehabt. Somit hat der Zauber jetzt gute 160t Kilometer so gehalten.
Ich möchte hier noch kurz die Aufstellung loswerden, was man alles braucht. Kann man ja bestimmt mal brauchen 🙂

2 x Bremssattel (Bei mir ab 1A und nicht bis 1A 🙂 )
2 x Bremsscheiben von ATE
4 x Bremsklötze
2 x Radnabenmutter
4 x Schrauben für Bremssattel (Man kann auch die alten verwenden)
10 x Radmitnehmerschrauben
2 x Papierdichtung zwischen Radmitnehmerscheibe und Radlager
2 x Dichtung hinter der Bremsscheibe vom Axialllager
1 x 13ner Vielzahnnuss für Bremssattel
1 x 14ner Vielzahnnuss für Bremsscheibe runter von Radlager
1 x 52iger Nuss für Nadnabenmutter
1 x Kartusche fett bis 140 Grad hitzebeständig

Wenn man die Steckachse auch noch rausnimmt, kommt noch folgendes Material mit dazu. Im übrigen macht es grundsätzlich Sinn, dass zu bestellen, da man ja nie weiß, ob die Dichtung der Steckachse dicht ist und man dann wenigstens alles fertig machen kann.

2 x Dichtung groß und dünn
2 x Dichtung Gummi
2 Liter Achsöl 85W90

Viel Spaß beim basteln. Wenn jemand Hilfe braucht, ich bin dabei :-). Wenn´s Fragen gibt, dann einfach her damit.

Rad ab. Mehr noch nicht. Man sieht sehr schön die Gummikappe und die Distanzscheiben

Radlager ist komplett mit Scheibe runter

ABS Ring noch drin. Der muss raus, da man sonst nicht an die Schrauben kommt, um die Bremsscheibe abzuschrauben

Radmitnehmer von den Resten der Papierdichtung entfernen

Radnabe von den Resten der Papierdichtung bereits entfernt

Axiallager mit schön viel Fett wieder eingebaut

Radnabenmutter mit 210NM anziehen und dann einkerben

52iger Nuss

Steckachse ausgebaut. Jetzt kann man bis zum Differential gucken. Öl läuft nicht raus, da die Füllschraube nicht hoch genug sitzt

Steckachse rechts mit leicht verschlissenen Zähnen

Da guckste was 😂

Neuer Sattel, Scheibe und Beläge 👍🏼

Mit 210 NM anknallen

Hier sieht man die 14ner Vielzahnschrauben welche die Bremsscheibe halten. Sie befinden sich unter dem ABS Ring

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